Katharina LÜdicke
 

 

 
 

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„Mit diesen Leuten ist nicht zu spaßen.“ (Hannelore Krause)
Collage aus Zeitungsbildern
400 cm x 400 cm
2007

               
   
 
 

Gruppenausstellung „Im Treibhaus“, ARD - Hauptstadtstudio, 2007
 
   
 
 
 
   
 
 
   
 
 
 
       
 
               
Mit diesen Leuten ist nicht zu spaßen
   

Für ihre Arbeit am „Bilderteppich“ hat Katharina Lüdicke zum großen Teil Zeitungsbilder von Protest, Gewalt und Krieg gesammelt und auch den Titel der Bildunterschrift aus einer Tageszeitung entnommen. Die Künstlerin sagt über ihr Werk: „Es sind Bilder, passend zum Text, mit einer kräftigen unterstreichenden Aussage. Vom Text gelöst und Bild für Bild aneinander geknüpft verlieren sie sich jedoch in der Masse und die Flut kann kaum bewältigt werden. Fragen und Eindrücke bleiben zurück. Die Bilder der Nachrichten sind eine Quelle des kollektiven Gedächtnisses, die in Archiven bewahrt werden. Jeder nimmt sie, je nach eigenen Erfahrungen, subjektiv wahr, und trägt sie weiter in sich. Bilder längst vergangener Ereignisse sind Zeugen der Geschichte. Bilder sind, wie Erzählungen, Träger der Kulturen. Deshalb sollte sich jeder fragen, was er sieht, und was er nicht zu sehen bekommt.
Die Faszination liegt in der Austauschbarkeit der Bilder. Oder sind es doch einmalige unverwechselbare Schlagbilder? Um ein Spiel mit der Übertragung soll es gehen. Die Medienbilder, gelöst vom Kontext, definiere ich um zu einer neuen Geschichte. Dabei verschieben sich die Ereignisräume und die zeitlichen Zusammenhänge. Ereignisse geschehen gleichzeitig oder werden verzerrt. Realität und Fiktion schieben sich ineinander. Neue Vorstellungen entstehen. Die logische Anordnung der Zeitungsfotos wird befremdlich. Die Bilder werden zu einer Flut. Einzelne verschwimmen in der Masse. Die Masse der Bilder ist zu einem Teppich verwoben. Schließlich beginnt sich dieser zu einem einzigen sinnlichen Bild zu generieren.“

Text zur Ausstellung „Im Treibhaus“ im ARD - Hauptstadtstudio, Gruppenausstellung